Bezirk Beverstedt
Der Bezirk Beverstedt umfasst neben dem Hauptort Beverstedt die umliegenden Ortschaften Appeln, Wollingst, Heerstedt, Stubben, Wellen und Holste.
Der Bezirk Beverstedt umfasst neben dem Hauptort Beverstedt die umliegenden Ortschaften Appeln, Wollingst, Heerstedt, Stubben, Wellen und Holste.
im Volksmund als größte Kirche im Kirchenkreis Wesermünde auch „Beverstedter Dom“ genannt, wurde 1851 an der Stelle eines Vorgängerbaus aus dem 11. Jahrhundert errichtet.
Die im neo-romanischen Stil aus Ziegelsteinen errichte Kirche hat die Form eines Kreuzes. Ungewöhnlich ist ihre Ausrichtung: Da der Eingang zur Ortsmitte zeigen sollte, liegt er im Osten, während der Altar nach Westen zeigt.
Die Größe der Kirche entspricht dem Umfang der damaligen Kirchengemeinde, zu der im Vergleich zum heutigen Kirchspiel noch weit mehr Dörfer gehörten. Da für jeden Haushalt zwei Sitzplätze in der Kirche bereitgestellt werden sollten, ergab sich die Zahl von ca. 1.100 Plätzen (heute sind es nach Umgestaltungen noch ca. 800 Sitzplätze).
Im Inneren, einem festlichen und hellen Kirchraum, sind besonders sehenswert der Flügelaltar der Vorgängerkirche aus dem 15. Jahrhundert (im 18. Jahrhundert neu gefasst) und das Taufbecken aus dem 13. Jahrhundert als ältestes Ausstattungsstück. Da das Taufbecken zwischenzeitlich als Stundenglocke genutzt wurde, fehlen die ursprünglichen Füße. Der neugestaltete Fuß stellt Lebensbäume dar, die das Taufbecken tragen. Zu den neueren Ausstattungsstücken gehören auf Höhe der Seiteneingänge Engelbilder des Bokeler Künstlers Heinz Glaasker.
Die Orgel auf der Empore enthält noch Bestandteile aus der Zeit um 1600. 1709 wurde sie durch den berühmtesten norddeutschen Orgelbauer Arp Schnitger erneuert. Beim Kirchenbau 1851 wurden vom Orgelbauer Tappe aus Verden Teile dieser Orgel für einen Neubau weiterverwendet. Im 20. Jahrhundert wurde die Orgel dann mehrfach verändert.
Die große Glocke im Nordturm stammt von 1596, die kleine im Südturm aus dem Jahr 1751. Beide haben schon in der Vorgängerkirche gehangen.