Die Altluneberger Kirche
stammt aus der Mitte des 16. Jahrhunderts, als Gutskirche von der Familie Bicker gegründet. Der heute 300 Plätze zählende schmucke Fachwerkbau hat einige Besonderheiten: Die Kirche trägt keinen Namen, und ihr Altar ist nach Süden ausgerichtet. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Kirche für die wachsende Gemeinde erweitert. Möglich wurde dies durch Spenden von Altluneberger*innen, die in die USA ausgewandert waren („Altluneberger Club in New York“).
Im Innern wartet ein Kirchraum, der mit seiner Größe und seiner Einrichtung viel Wärme und Gemütlichkeit ausstrahlt. Er enthält eine noch sehr einheitliche schmuckvolle Ausstattung aus dem 17. Jahrhundert. Dazu gehören die bemalte Balkendecke, die Kirchenbänke mit einigen Familienwappen, das Gestühl für die Gutsfamilie, ein Epitaph (Gedenkschild), das hölzerne Taufbecken, die Kanzel und schließlich der Altar mit seiner Abendmahlsdarstellung (Besonderheiten: Neben Jesus und seinen 12 Jüngern findet sich dort als weitere Person ein Diener, und die Kerzen auf dem Bild wurden in ihrer Leuchtkraft erhöht, indem dort das Holz ausgetieft wurde).
Die drei Glocken stammen aus dem 20. Jahrhundert. Die Orgel wurde 2009 an eine Gemeinde in Litauen verschenkt und durch eine elektronische Orgel ersetzt.